Wasserenergie – die beliebteste erneuerbare Energie
Wasser ist eine der ältesten Energieformen die von Menschen benutzt wird. Schon im Altertum wurde die Wasserkraft genutzt um Räder anzutreiben und den Menschen dadurch die Arbeit zu erleichtern.
Seit etwa 100 Jahren dient Wasser zur Stromerzeugung.
Es gibt verschiedene Arten von Wasserkraftwerken: Laufwasserkraftwerk, Speicherkraftwerk, Pumpspeicherkraftwerk und Gezeitenkraftwerk
Die meisten dieser Kraftwerke beruhen auf dem Prinzip, das Wasser anzustauen. Dadurch kann eine konstante Stromerzeugung garantiert werden, da man die Turbinen und Generatoren jederzeit mit dem angestauten Wasser antreiben und somit Strom erzeugen kann.
Der Bau eines Wasserkraftwerks ist jedoch auch immer ein Eingriff in die Natur und aus diesem Grund stagniert die Zahl an Wasserkraftwerken in Deutschland, obwohl Wasserenergie eine der beliebtesten erneuerbaren Energie-Fromen ist und das mit Recht:
Die Stromerzeugung mit Wasser erfolgt mit einem sehr hohen Wirkungsgrad, das bedeutet, dass kaum Energie verloren geht und es werden keinerlei Schadstoffe freigesetzt.
Eines der bekanntesten Wasserkraftwerkeist das Walchensee-Speicherkraftwerk in Kochel am See in Bayern. Hier wird das Wasser vom höher gelegenen Walchensee durch 6 Rohre zum tieferen Kochelsee geleitet und dabei Strom erzeugt.Dieses Kraftwerk besteht bereits seit 1924 und wurde von Oskar von Miller geplant. Heute gehört es dem Stromanbieter E.ON.
Ein Gezeitenkraftwerk nutzt die Unterschiede des Wasserstands zwischen Ebbe und Flut aus, den so genannten Tidenhub.
Voraussetzung um ein solches Kraftwerk überhaupt nutzen zu können ist ein Tidenhub, der mindestens 5 Meter beträgt und bestimmte landschaftliche Gegebenheiten. Gezeitenkraftwerke können nämlich nur in bestimmten Buchten und Flussmündungen als effektive Erneuerbare Energie-Quelle genutzt werden. Aus diesem Grund gibt es weltweit auch nur wenige Standorte, die die Bedingungen für den Bau eines Gezeitenkraftwerks erfüllen.
Ein Projekt von Briten und Deutschen versucht es nun mit einem etwas anderen Ansatz.
An der Südwestküste Englands ist bereits ein erstes Test-Gezeitenkraftwerk dieser Art in Betrieb genommen worden.
Der Unterschied zu den bisherigen Gezeitenkraftwerken besteht darin, dass nicht der Tidenhub ausgenutzt wird, sondern die durch Ebbe und Flut entstehenden Meeresströmungen.
Diese Methode hat den Vorteil auch kontinuierlich, ohne Schwankungen gleichmäßig viel Strom produzieren zu können, da diese Strömungen immer vorhanden sind. Wohingegen die bisherigen Kraftwerke nur zu bestimmten Zeiten viel Energie erzeugen konnten.
DieStrompreise werden voraussichtlich weiter steigen. Grund hierfür ist der hohe Energiebedarf in Deutschland der durch die vorhandenen Kraftwerke nicht gedeckt werden kann. Strom wird zu einem knappen Gut und daher steigen die Energiepreise. In Mainz ist der Bau eines neuen Kohlekraftwerks für 1 Mrd. Euro geplant, welches den Energiebedarf der gesamten Region decken soll. Gegen den Bau des Kohlekraftwerks protestierten 2000 Menschen. Das Kraftwerk, welches einen jährlichen CO2-Ausstoß von 4 Mio. t verursachen würde, bedeutet eine hohe Umweltbelastung, daher lehnen die Mainzer Anwohner den Bau des Kraftwerks strikt ab. Kohlekraftwerke sind zwar schlecht für Umwelt und Klima, doch der Energiebedarf kann bisher nicht vollständig durch Erneuerbare Energie gedeckt werden. Genau hier liegt der Kern des Problems – der Umweltgedanke lässt sich bisher nicht in Einklang mit dem Energiebedarf bringen.
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