Energie und Strom

Effizient Energie und Strom sparen.

13% erneuerbare Energien in 2020

Dienstag 28. April 2009 von Martin

Der BEE (Bundesverband Erneuerbare Energien) veröffentlichte im Rahmen der Hannover-Messe 2009 das Ergebnis einer Studie zur Technik von erneuerbaren Energien. Danach können Hersteller von Technik für erneuerbare Energien im Jahr 2020 mit einem Umsatz von 35,6 Mrd. Euro rechnen. Das entspricht einem Weltmarktanteil von 13 %.

Die Europäische Union hatte in 2008 die politische Vorgabe gemacht, den Treibhausgas-Ausstoß bis 2020 um 20% zu senken. Damit geht die Studie schon mal in die richtige Richtung. Die fehlenden 7% Prozent sollten mit neuen Innovationen machbar sein. Deutschland soll hierbei 18 % erreichen, da der Anteil in 2005 schon bei 5,8% lag.

Die Erneuerbaren Energien spielen von Land zu Land eine sehr unterschiedliche Rolle: Während Schweden nach Kommissionsangaben 2005 bereits auf einen Anteil von rund 39% kam, waren es in Großbritannien nur 1,3 Prozent und in den Niederlanden 2,4%. Österreich mit 23% und Deutschland zählen hier schon zu den Spitzenreitern. Als Vorbild gilt hier Norwegen, die bereits 99% ihres Strombedarfs aus Wasserkraftwerken gewinnen.

Sollten 20% im Jahr 2020 erreicht werden, so ließen sich mit Sonne, Wind, Wasserkraft, Biomasse und Erdwärme zwischen 600 bis 900 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Zum Vergleich wurden im Jahr 2002 in den (damals) 15 EU-Staaten über vier Mrd. Tonnen CO2 ausgestoßen

Maschinenbau
Geschäftführer der BEE, Björn Klusmann, geht davon aus, dass 2020 die Erneuerbare-Energien-Branche auf Augenhöhe mit dem Maschinenbau ist. Dies wäre wiederum eine große Chance für den deutschen Maschinenbau, neue Märkte und somit Wachstum zu generieren.

Windkraft
Windkraft soll nach dieser Studie den größten Bereich der erneuerbaren Energien darstellen. Die Prognose geht davon aus, dass das Umsatzvolumen von 11,2 Mrd. Euro in 2005 auf 82,4 Mrd. Euro steigen kann. Davon werden 20,6 Mrd. Euro (25%) voraussichtlich auf Deutschland entfallen.

Solarenergie
Auch die Solarenergie soll einen riesigen Schub, auf 59,9 Mrd. Euro (2005: 7,2 Mrd. Euro) erhalten. Deutschland würde hierbei einen Anteil von 12,3 Mrd. Euro (20,5%) abbekommen.

Zu den Vorteilen der Erneuerbaren Energien gehört neben dem Klimaschutz, dass sie die EU-Staaten von Importen unabhängiger machen und dass sie anders als Öl, Gas und Kohle nachwachsen und quasi unerschöpflich sind.

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Ökostrom doch die günstigere Alternative

Montag 6. April 2009 von Martin

Einer Studie zufolge die von der immowelt.de durchgeführt wurde, ist der Ökostrom mittlerweile günstiger als der Normaltarif. So kam die Studie zu dem Ergebnis das in allen deutschen Städten über 500.000 Einwohner, der Ökostrom günstiger ist als der Grundversorgungstarif.

Untersucht wurden in 14 großen deutschen Städten die Einsparungen bei einem Jahresverbrauch von 4.500 Kilowattstunden, was einem durchschnittlichen Verbrauch einer vierköpfigen Familie entspricht. In Frankfurt am Main spart ein Single über 111 Euro im Jahr an Stromkosten. Ein Paar sogar 131 Euro und ein vierköpfige Familie kann bis zu über 156 Euro Stromkosten im Jahr sparen.

Der größte Preisunterschied ergab sich in Nürnberg, wo eine vierköpfige Familie über 330 Euro im Jahr sparen kann.

Somit ist der Grundversorgungstarif nicht nur ökologisch die falsche Wahl, sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht nicht mehr attraktiv.

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Norwegen als Vorbild bei erneuerbaren Energien

Mittwoch 17. September 2008 von Martin

Norwegen ist Vorreiter im Bereich der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Bereits 99% des Strombedarfs werden von Wasserkraftwerken erzeugt.
Durch die vielen Berge und Flüsse ist die geographische Lage optimal für die Verwendung von Wasser als Energiequelle. Aus umwelttechnischen Gründen ist es allerdings kaum noch möglich, das Netz an Wasserkraftwerken weiter auszubauen. Allerdings steckt in der Effektivität einzelner Kraftwerke noch Optimierungspotential.
Sollte dieses Potential ausgeschöpft werden, glauben Experten, dass Norwegen zur „Batterie Europas“ werden könnte. Durch die vermehrte Einspeisung von erneuerbaren Energien die nicht immer konstant in der Leistungskapazität sind, kommt es zu Schwankungen bei der Stromerzeugung. Dies könnte Norwegen durch eine effektivere Nutzung der Stauseen und Wasserspeicher ausgleichen.

Anteil ernbeuerbarer Energien in Europa:
Anteil erneuerbarer Energien in Europa

Obwohl Norwegen Europas zweitgrößter Erdöl- und viertgrößter Erdgasproduzent ist, stellt kaum ein anderes Land so viele staatliche Mittel zur Erforschung alternativer Energien und für den Klimaschutz zur Verfügung.
Dies zeigt sich an einigen aktuellen Projekten zur Stromerzeugung. So wurde zum Beispiel 2007 mit dem Bau des weltweit ersten Salzkraftwerks begonnen. Dieses Kraftwerk nutzt den Druckunterschied zwischen Salz- und Meerwasser zur Stromerzeugung. Außerdem sind in Norwegen viele Projekte zum Bau von Windkraftwerken in Planung, da das Land auf Grund der geographischen Lage auch für diese Form der erneuerbaren Energien wie kaum ein anderes geeignet ist.
Auf Grund dieser Förderung hat Norwegen kaum umweltschädliche Kraftwerke und kann vollkommen auf Atomkraft verzichten. Daher gilt Norwegen als das Land mit der „saubersten“ Energie.

In Norwegen wird der Strom außerdem nicht nur für den alltäglichen Strombedarf benötigt sondern ebenfalls zur Wärmeerzeugung. Dies ist trotz des hohen Strombedarfs beim Heizen möglich, weil die Strompreise sehr niedrig sind und das Heizen dadurch billiger ist, als z.B. mit Heizöl.

Ehrgeiziges Ziel der Norweger ist es, als erstes Land CO2-neutral zu werden. Die Regierung plant die Emissionen bis 2050 so weit zu reduzieren, dass sie neutral werden, also netto bei Null liegen. So ist geplant, die Vorgaben des, bis 2012 laufenden, Kyoto-Protokolls bereits um 10% zu übertreffen. Des Weiteren soll bis 2020 der Ausstoß von Treibhausgasen um 30% gesenkt werden, bevor Norwegen dann im Jahr 2050 klimaneutral ist, was einer Reduzierung der aktuellen Emissionen um 100% entspricht.



Erdöl & Erdgas

Während der Rohölförderung ein zunehmender Rückgang prognostiziert wird, geht man bei der Erdgas-Förderung davon aus, dass diese auch in den nächsten Jahren noch weiter zunimmt.
Norwegen ist weltweit der siebtgrößte Erdölproduzent und nach Saudi-Arabien und Russland mit fast 3Mio Barrel pro Tag der drittgrößte Erdöl-Exporteur der Welt, da Norwegen nicht viel Erdöl zur eigenen Energieerzeugung benötigt. 60% des norwegischen Erdöls werden nach Westeuropa exportiert, so wie 15% nach Nordamerika.
Außerdem ist Norwegen nach Russland und Kanada auch der drittgrößte Gas-Exporteur und weltweit der siebtgrößte Produzent. Das Land stellt 19% des in Europa verbrauchten Erdgases:

Anteil der Gas exportierenden Länder am Gesamtbedarf Europas

Deutschland importiert aus Norwegen fast ein Drittel seines Bedarfs, was 35% Prozent des gesamten Erdölexports Norwegens entspricht und Deutschland zum wichtigsten Handelspartner macht.

Erdölexporte Norwegens in Prozent

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