Energie und Strom

Effizient Energie und Strom sparen.

Tipps zum Stromsparen

Sonntag 6. April 2008 von Martin

Stromsparen leicht gemacht

Erst einmal vorweg, Stromsparen ist ganz einfach und lässt sich ohne großen Aufwand im gesamten Haushalt umsetzen. Das Beste dabei – Stromsparen gefällt dem Geldbeutel und der Umwelt! Unsere Tipps zum Stromsparen sollen hierbei helfen und einen Überblick darüber geben, wo sich Energie einsparen lässt. In jedem Haushalt gibt es Energiefresser die verantwortlich sind für einen hohen Energieverbrauch und die daraus resultierenden übermäßigen Stromkosten. Den höchsten Anteil am Energieverbrauch verursacht die Heizung. Der Anteil am Gesamtverbrauch liegt bei etwa 75% danach folgen Warmwasser und die unterschiedlichen Elektrogeräte. Da Elektrogeräte in der Regel eine lange Lebensdauer erfüllen sollen, sollte man schon beim Kauf auf Energiesparende Geräte achten. Hier lohnt es sich beim Kauf etwas mehr Geld zu investieren und dafür ein Stromsparendes Elektrogerät mit der Energieeffizienzklasse A zu erwerben. Stromsparen beginnt also schon beim Kauf von Elektrogeräten.

 

Stromspartipp Heizung
Richtiges Heizen kann viel Energie einsparen. Meistens wird hier der Fehler gemacht und die Heizung wird oftmals ausgeschaltet, solange man nicht zuhause ist. Dies verursacht letztendlich jedoch hohe Stromkosten. Durch das immer wieder neue Aufheizen der Wohnung verbraucht man viel mehr Strom als durch das Heizen mit einer konstanten Durchschnittstemperatur. In der Wohnung sollte als immer eine konstante Grundtemperatur herrschen. Strom beim heizen lässt sich dadurch einsparen, indem man die Heizung nur um wenige Grad nach unten reguliert. Bereits bei der Regulierung um 1° C spart man jährlich etwa 6% Energie. Im Allgemeinen sollte die Raumtemperatur immer dann gesenkt werden, wenn Sie längere Zeit nicht zuhause sind, wenn Sie beispielsweise tagsüber arbeiten sind. Weiterhin sollten Sie die Temperatur senken, wenn sich mehrere Personen in einem Raum aufhalten und wenn Sie nachts schlafen gehen. Aber bedenken Sie, die Heizung nie ganz ausschalten sondern nur die Temperatur um einige Grad regulieren, nur so lässt sich effizient Stromsparen. Achten Sie darauf, dass Sie regelmäßig Stoßlüften. Während des Stoßlüften, die Fenster weit öffnen und die Heizung kurz ausschalten. Es macht keinen Sinn, dass Fenster ständig durch einen leichten Spalt geöffnet zu halten. Es ist wichtig frische Luft in die Wohnung zu lassen, ohne dabei die Wände auszukühlen. Falsches lüften ist auch meistens der Grund für Schimmelbildung in Wohnräumen. Deshalb sollte man nach dem Kochen und Duschen Stoßlüften, damit der Wasserdampf nach außen entweichen kann, jedoch sollte man nach dem lüften die Fenster wieder schließen und eine solide Grundtemperatur herstellen.

Stromspartipp Küche
Wie schon gesagt Strom lässt sich in hohem Maß dort einsparen, wo Elektrogeräte eingesetzt werden und diese befinden sich meist in der Küche. Ein guter Wegweiser hierfür ist das EU-Label für Haushaltsgeräte. Das EU-Label, mit dem die Elektrogeräte gekennzeichnet sind, weist die Energieeffizienzklassen aus. Die Energieeffizienzklassen reichen von A bis G. Die Klasse A sagt aus, dass es sich hierbei um ein Gerät mit einem niedrigen Energieverbrauch handelt, die Klasse G dagegen hat einen sehr hohen Energieverbrauch. Die Klasse G wird aber in der Regel heute nicht mehr angeboten und gelten nur noch für alte Haushaltsgeräte. Um effizient Strom zu sparen sollte man sich stets für ein Gerät der Klasse A entscheiden. Seit März 2004 gibt es für Kühl- und Gefriergeräte mit den Klassen A+ und A++ zwei neue Energieeffizienzklassen, die Geräte mit einem besonders geringen Energieverbrauch kennzeichnen. Solche Geräte leisten einen besonders guten Beitrag zum Stromsparen. Doch nicht nur die richtige Wahl energieeffizienter Elektrogeräte leistet einen guten Beitrag zum Stromsparen, in der Küche lassen sich durch viele Kleinigkeiten weitere Möglichkeiten zum Stromsparen nutzen. Also hier noch weitere Tipps zum Stromsparen rund um die Küche:

  • Töpfe und Pfannen benutzen, die mit der Kochstelle abschließen verringern unnötigen Energieverlust
  • Um die gesamte Energie zu nutzen sollte man beim Kochen, die Kochstelle bereits fünf Minuten vor dem Ende der Gardauer ausschalten. Auch die Nachwärme kann so genutzt werden.
  • Bis zu 20% weniger Energieverbrauch erreicht man, wenn man auf das Vorheizen des Backofens verzichtet.
  • Die Backofentür nicht öfter als unbedingt notwendig öffnen, entweichende Hitze wird durch zusätzlichen Stromverbrauch ersetzt.
  • Etwa 50% weniger Stromverbrauch erreicht man durch Nutzung eines Schnellkochtops, beim Zubereiten von Gerichten mit langer Garzeit.
  • Bei der Zubereitung vieler Speisen, wie z.B. Kartoffeln oder Gemüse, mit nur wenig Wasser garen, hierdurch erreicht man nicht nur einen geringeren Stromverbrauch auch die Vitamine der Lebensmittel werden geschont.
  • Durch das Kochen mit Deckel erreicht man kürzere Kochzeiten, die einen geringeren Energieaufwand zur Folge haben.
  • Bei der Nutzung einer Geschirrspülmaschine verringert sich der Wasserverbrauch um ca. zwei Drittel und Strom lässt sich sogar um die Hälfte einsparen.
  • Geschirrspülmaschinen lohnen sich auch für Singlehaushalte, wenn darauf geachtet wird, dass die Maschine erst angestellt wird, wenn sie voll beladen ist. Dieser Stromspartipp gilt übrigens auch für Familienhaushalte.
  • Kleingeräte wie Wasserkocher und Mikrowellen sparen Energie.
  • Zur Vermeidung von Eisbildung und unnötiger Erwärmung im Geräteinneren des Kühlschranks, keine heißen Speisen oder Getränke in den Kühlschrank zu stellen.
  • Den Kühlschrank nicht direkt neben dem Herd zu platzieren.
  • Lebensmittel im Kühlschrank übersichtlich einzuräumen, um mühsames Suchen und dadurch längeres Öffnen zu vermeiden.
  • Die optimale Temperatur im Gefrierschrank beträgt –18 °C, im Kühlschrank 7 °C. Am besten überprüfen Sie die Temperatur mit Hilfe eines Thermometers.
  • Stellen Sie Kühl- und Gefriergeräte in kühler Umgebung auf. Die Absenkung der Raumtemperatur um 1 °C spart ungefähr 3 Prozent Strom bei Gefriergeräten und etwa 6 Prozent bei Kühlgeräten.
  • Eine Gefriertruhe kommt aufgrund ihrer besseren Dichtung und der Bauweise mit bis zu 25% weniger Strom aus als ein Gefrierschrank.
  • Regelmäßiges Abtauen nicht vergessen. Eine mehr als 1cm dicke Eisschicht im Gefrierfach führt zu einem unnötigen erhöhten Energieverbrauch.

Stromspartipp Wohnzimmer
Das Wohnzimmer ist an sich der gemütlichste Platz in der Wohnung, hier wollen wir es also angenehm warm haben, genügend Licht, rundum soll alles angenehm und komfortabel sein. Im Wohnzimmer findet sich der Fernseher, der DVD-Player, die Stereoanlage. Alles Geräte die zum Ärger der Verbraucher meistens im Stand-by-Modus betrieben werden. Hier besteht also wieder eine Möglichkeit zum Stromsparen, denn Stand-by ist eine Sache auf die man leicht verzichten kann. Die einfachste Art hier Strom zu sparen ist die Nutzung einer Steckerleiste mit Ausschaltfunktion. Hierdurch können Sie sicherstellen, dass die Geräte wirklich keinen Strom mehr verbrauchen, denn was viele nicht wissen ist, dass manche Geräte auch nach dem Abschalten immer noch Strom ziehen. So kann beispielsweise der Fernseher auch nach dem Ausschalten noch immer Strom verbrauchen. Ob Sie so ein Gerät besitzen, erkennen Sie daran, dass es noch ungefähr eine Stunde nach dem Ausschalten Wärme abstrahlt oder auch an einem leisen Brummton, den das Gerät von sich geben kann. Bei Video- und DVD-Recordern ist allerdings zu beachten, dass gespeicherte Daten wie Uhrzeit und Datum, Programme oder Programmierungen durch das vollständige Ausschalten verloren gehen können. Die Stromkosten die ein Stand-by-Gerät verursacht sprechen jedoch für den Verzicht auf diese Funktion. So verursacht ein Gerät, das sich im Stand-by-Modus befindet Kosten zwischen 65 und 130 Euro pro Jahr und Haushalt. Eine weitere Möglichkeit des Stromsparens erreichen Sie durch die richtige Beleuchtung. So schaffen Sie nicht nur eine gemütliche Atmosphäre im Wohnzimmer, Sie helfen auch beim effizienten Stromsparen. So sollte also möglichst nicht der ganze Raum ausgeleuchtet sein, sondern es sollten so genannte Lichtinseln geschaffen werden. Hierbei sollten Sie auf den Einsatz von Energiesparlampen achten. Energiesparlampen sind wahre Stromsparmeister. Für das gleiche Licht brauchen sie viel weniger Energie als normale Glühlampen und sie halten viel, viel länger.

Stromspartipp Bad
Wenn wir an Spartipps im Bad denken, denken wir zuerst daran Wasser zu sparen. Doch im Badezimmer lässt sich nicht nur Wasser sparen sondern auch Strom. Denn für die Erwärmung des tagtäglich in unseren Haushalten benötigten Wassers ist ein hoher Energieaufwand notwendig. Warmes Wasser wird erzeugt indem Gas, Öl, Solarenergie, Strom oder Fernwärme umgewandelt wird. Etwa 20 % aller Haushalte verwenden zur Warmwasserbereitung hauptsächlich Strom und setzen dazu elektrisch beheizte Speicher oder Durchlauferhitzer ein. Im Badezimmer ergeben sich zwei Aspekte des Sparens. Zum einen geht es darum Wasser zu sparen zum anderen lässt sich Stromsparen. Das Bad ist also eine wahre Einsparquelle, um Wasser und Energie zu sparen. Hierbei sollten sie die folgenden Stromspartippsbzw. Wasserspartipps beachten:

  • Der Einsatz einer Spülstopptaste für die Toilette spart ca. 50% des Wasserverbrauchs.
  • Wenn Sie duschen statt baden erreichen Sie ca. 65% weniger Wasser- und Energieverbrauch.
  • Der Einsatz von Sparduschköpfen erreicht ca. 40% weniger Wasserverbrauch.
  • Die Vermeidung von tropfenden Wasserhähnen schont die Nerven und den Wasserverbrauch um bis zu 20% weniger Wasserverbrauch.
  • Verwenden Sie Einhebel-Mischbatterien statt Zwei-Griff-Armaturen.
  • Lassen Sie das Wasser nie unnötig laufen und schalten Sie es auch für kurze Momente z.B. beim Zähneputzen ab.


Dieser Beitrag wurde erstellt am Sonntag 6. April 2008 um 14:17 und abgelegt unter Erneuerbare Energie. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

2 Kommentare über “Tipps zum Stromsparen”

  1. Vorwerk schrieb:

    ZU DUSCHEN : kommt immer darauf an wie lange man duscht! Ich dusche ca.30min. also ist baden guenstiger! lg

  2. admin schrieb:

    Ok ! Dann könntest du wohl recht haben. :)

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